Schiele-Fußbad

Den Kopf halt kühl, die Füße warm – das macht den besten Doktor arm!“ heißt eine alte Regel. Sind
wir aber doch einmal erkrankt, helfen ansteigende Temperaturen, sei es in Form von Fieber oder beim Fu
ßbadewasser.

 

Ursprung

Was für ein Bad bewirkt all das? Es ist eine besondere Art von Temperaturansteigenden Fußbad, in den dreißiger Jahren vom Hamburger Kaufmann Fritz Schiele (1901-1990) in seiner eigenen Kurbadeanstalt entwickelt.
Bei Kneipps ansteigenden Fu
ßbädern wie auch bei Schlenzbädern wird die Temperatur durch Hinzugießen oder Zulaufenlassen von heißem Wasser in Fünf-Minuten-Abständen stoßweise erhöht.
Das ist manchem unangenehm, mitunter auch dem Herz.
Hinzu kommt, dass die auf dem Wannenboden stehende Fu
ßsohle von der zunehmenden Hitze kaum erreicht wird und die Füße nach ein paar Stunden wieder kalt geworden sind.

Anders bei Schiele: das Wasser wird langsam und allmählich (ein halbes Grad pro Minute) von unten erwärmt, und zwar mittels einer elektrisch aufgeheizten Platte im Boden einer Spezialwanne.
So gelangt die ansteigende W
ärme direkt an die Fußsohle. Deren Kapillaren (Haargefäße) und Arteriolen (kleinere Arterien) erweitern sich.
Daraufhin dehnen sich auch alle anderen Blutgef
äße bis herauf zum Kopf.
Zwei Drittel des gesamten Blutes flie
ßen ab, und zwar zuerst in die Füße, dann in die äußere Körperhaut.

 

Schielebad – wann, wie, für wen?

Zu hoher Blutdruck kann sinken, niedriger normalisiert werden.
Die inneren Organe (wie Gehirn, Magen, Darm, Leber und Milz) werden entlastet, speziell das Herz, welches wieder stärker am Blutkreislauf teilnimmt. Die Herzkranz- und Hautgefäße erweitern sich ebenfalls.
Die Durchblutung, von der ja alles abh
ängt, verbessert sich.
Freilich dauert das in der Regel mindestens zwei Monate, bei f
ünfmaligem Baden pro Woche.
Innerhalb von 20 Minuten steigt dabei die Badewassertemperatur von 35
° auf 45°C an. Wer das nicht verträgt, beginnt mit niedrigerer Temperatur und kürzerer Badedauer.
Die H
öchsttemperatur von 45°C bleibt jedoch erstrebenswert. Spezielle Badezusätze werden empfohlen.

Als passives Kreislauftraining ist das Schiele-Fußbad bei einer Vielzahl von Krankheiten angezeigt, z.B. bei:

  • Herz-, Kreislauf-, Blutdruck- und Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Krampfadern
  • allen Erkältungskrankheiten, Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Menstruationsstörungen, Knochenschwund, Arthrose, Arthritis
  • M.Bechterew, Nieren- und Prostataleiden, Asthma, Ischias
  • Lähmungen, Neuralgien
  • Stoffwechselstörungen, chronischer Kaltfuß
  • Altersbeschwerden und Schlaflosigkeit